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Max Dauthendey
Singsangbuch . 1. Auflage 1907



Im Tann wo Ast bei Ast sich spreizt,
Da ist es heiß, wie eingeheizt.
Die Sonne brütend um Wurzeln kriecht,
Der Wald dumpf wie ein Holzstall riecht.
Es atmet dort Jemand mit schwülem Schlund,
Steht hinter den Stämmen mit offenem Mund.
Er hält sich unter der Schwüle gebückt,
Hat sich die Stille an's Ohr gedrückt.
Die Sohle brennt in den Waldboden ein,
Manchmal hörst Du seinen Schatten schrein.
Jeder Knochen ward seinem Leib ein Spieß,
Dran ihn die Sehnsucht braten ließ.


  Max Dauthendey . 1867 - 1918






Gedicht: Im Tann wo Ast bei Ast sich spreizt

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Im Tann wo Ast bei Ast sich spreizt, Max Dauthendey