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Gedichte, Lyrik, Poesie

Der sternenhelle Weg
162 Bücher



Theodor Däubler
Der sternenhelle Weg . 2. erweiterte Auflage 1919



Erinnerung

Wie eigen, wenn ich meine Wanderung beginne,
So kommen die geliebten Wolken angeflogen;
Bald gipfelt über uns ihr hochgetürmter Bogen
Mit seiner glutdurchzitterten Gewitterzinne.

Und wenn ich dann der stillsten Tage mich besinne,
So hört der Wind durch Wald und Wolken auf zu wogen:
Ich weiß, daß mich die wortbegabten Sänge trogen,
Und lausche hauchlos auf die silbenferne Minne.

Die Sonne ist doch fort, und bunte Blumen leuchten.
Doch keine Nacht ist da, mein unerschautes Tagen!
Ein Dämmern, wie sich Halme sanft mit Tau befeuchten.

Vom schwachen Gras wird ein geträumter Glanz getragen.
Du glaubst, daß Seelen ihren hellsten Traum verscheuchten:
Nun sehn uns Vögel an und eingesternte Sagen.


  Theodor Däubler . 1876 - 1934






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