Gedichte.eu Impressum    

Gedichte, Lyrik, Poesie

Das Sternenkind
162 Bücher



Theodor Däubler
Das Sternenkind . 1. Auflage 1916



Grünes Elysium

Die Pflanzen lehren uns der Heiden sanftes Sterben.
Die Leisen reichen ihre Hand, ein Blatt, herüber.
Wie kalt du bist! Du willst um meine Flamme werben?
Verhauch im Grün: auch meine Strahlen werden trüber!

Die Toten treffen sich in trommer Bienenstille.
Wie selig bleibt doch jeder Strauch, sich selbst beschieden.
Wie wartet da ein Blatt: - kein Hauch! kein Regungswille! -
Und doch, - ein goldnes Kommen sammelt süßen Frieden.

Wie herrlich sterben Menschen hin in ihr Empfinden!
Die Seele mag an Märchenblätter sich ergeben.
Mit Taten müssen wir die Ahnungen umrinden,
Bis die Erfüllungsblüten sich verzückt erheben.

Wie einfach alle die Entfaltungen geschehen:
Ich sterbe ja, ich sterbe in mein nahes Wesen!
Wir weilen nicht, da wir bereits vorherbestehen.
Die Zuflucht ist in uns: die Zukunft nie gewesen!


  Theodor Däubler . 1876 - 1934






Gedicht: Grünes Elysium

Expressionisten
Dichter abc



Däubler
Das Sternenkind
Hesperien
Der sternenhelle Weg
Die Treppe zum Nordlicht
Attische Sonette
Päan und Dithyrambos

Intern
Fehler melden!
AGB

Internet
Literatur und Kultur
Autorenseiten
Internet







Partnerlinks: Internet


Gedichte.eu - copyright © 2008 - 2009, camo & pfeiffer

Grünes Elysium, Theodor Däubler