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Gedichte, Lyrik, Poesie

Das Sternenkind
162 Bücher



Theodor Däubler
Das Sternenkind . 1. Auflage 1916



Eiland

Die Kinder dieser Insel sind dahingegangen,
Doch ihr Vermächtnis lächelt durch die leichte Luft.
Wo fromme Mädchen keusche Götterhymnen sangen,
Berauscht uns Lorbeerluft, umhaucht dich Myrtenduft.

Du wirst voll Dank den Weg zum Heiligtume linden:
Du atmest alter Wanderung gesunde Spur!
Wo kindischgelbe Ginsterwinke schnell verschwinden,
Da würzt gemusterter Geruch die Mutterflur.

Ich bin in meiner Einsamkeit dereinst gewesen!
Die eigne Unschuld überblaut und schaut mich an.
Die ersten Laute wurden Blumen, Staunen, Wesen!
Ich war in diesem Tal: doch nie als Wunsch, - kein Mann! -

Wie könnte ich die Blüten vor dem Winde hüten?
Da gibt es Ameisen: - nur still! - jetzt keinen Schritt! -
Der kleinste Tod - hier wäre er ein feiges Wüten! -
Besinnungen, nun nehmt mich: leise, nehmt mich mit!


  Theodor Däubler . 1876 - 1934






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