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162 Bücher



Carl Busse
Gedichte . 2. veränderte Auflage (vermutlich) 1894/1895



G. Ludwigs

Nun gute Nacht! Dein Puls hat ausgeschlagen
Und deines Herzens heißes Hämmern stockt,
Hast du dein Leben denn so schwer getragen?
Hat dich so früh der ew'ge Schlaf gelockt?
Ich möchte weinend meine Stirne neigen:
Der Frühlingssturm bricht stets die schönste Saat,
Und standst du fern mir auch im Lebensreigen,
Du warst ja doch mein guter Kamerad.

So träume süß ... Du solltest Lorbeer brechen,
Von deinem Hute sollt' der Lorbeer wehn,
Du warst so jung, und konntest doch schon sprechen:
"Es ist genug! Du müdes Herz bleib stehn!" ...?
Der Welten Zweck wolltst du schon jetzt ersinnen,
Des Wahnsinns Geister sahst du scheu dir nahn,
Da war's geschehn .. ich seh dein Herzblut rinnen ..
Du lächelst leis ... es hat nicht wehgethan.

Nun hält die Nacht dein heißes Herz umfangen,
Es starb ein Stern, bevor er aufgeglüht,
Nur kurzen Weg bist du mit uns gegangen,
Mit eigner Hand hast du dein Ziel verfrüht.
So schlaf denn wohl - und scholl kein Priestersegen,
Kein Glockenklang in deine Gruft hinab,
Will ich des Liedes dunkle Rose legen
Mit scheuen Thränen auf dein Brudergrab.


  Carl Busse . 1872 - 1918






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