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Zu guter Letzt
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Wilhelm Busch
Zu guter Letzt . 1. Auflage 1904



Um acht, als seine werthe Sippe
    Noch in den Federn schlummernd lag,
Begrüßt er von der Felsenklippe
    Bereits den neuen Frühlingstag.

Und wie die angenehme Sonne
    Liebreich zu ihm hernieder schaut,
Da ist in süßer Rieselwonne
    Sein ganzes Wesen aufgethaut.

Es schmilzt die schwere Außenhülle.
    Ihm wird so wohl, ihm wird so leicht.
Er schwebt im Geist als freier Wille
    Hinaus, so weit das Auge reicht.

Fort überthal, zu fernen Hügeln,
    Den Strom entlang, bis an das Meer,
Windeilig, wie auf Möwenflügeln,
    Zieht er in hoher Luft einher.

Hier traf er eine Wetterwolke.
    Die wählt er sich zum Herrschersitz.
Erhaben über allem Volke
    Thront er in Regen, Sturm und Blitz.

Oweh, der Zauber ist zuende.
    Durchweicht vom Hut bis in die Schuh,
Der Buckel steif und lahm die Lende,
    So schleicht er still der Heimat zu.

Zum Trost für seine kalten Glieder
    Empfängt ihn gleich ein warmer Gruß.
Na, hieß es, jetzt bekommst du wieder
    Dein Reißen in den Hinterfuß.


  Wilhelm Busch . 1832 - 1908






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