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Zu guter Letzt
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Wilhelm Busch
Zu guter Letzt . 1. Auflage 1904



Rötlich dämmert es im Westen
    Und der laute Tag verklingt,
Nur daß auf den höchsten Aesten
    Lieblich noch die Drossel singt.

Jetzt in dichtbelaubten Hecken,
    Wo es still verborgen blieb,
Rüstet sich das Volk der Schnecken
    Für den nächtlichen Betrieb.

Tastend streckt sich ihr Gehörne.
    Schwach nur ist das Augenlicht.
Dennoch schon aus weiter Ferne
    Wittern sie ihr Leibgericht.

Schleimig, säumig, aber stete,
    Immer auf dem nächsten Pfad,
Finden sie die Gartenbeete
    Mit dem schönsten Kopfsalat.

Hier vereint zu ernsten Dingen,
    Bis zum Morgensonnenschein,
Nagen sie geheim und dringen
    Tief in's grüne Herz hinein.

Darum braucht die Köchin Jettchen
    Dieses Kraut nie ohne Arg.
Sorgsam prüft sie jedes Blättchen,
    Ob sich nichts darin verbarg.

Sie hat Furcht, den Zorn zu wecken
    Ihres lieben gnädgen Herrn.
Kopfsalat, vermischt mit Schnecken,
    Mag der alte Kerl nicht gern.


  Wilhelm Busch . 1832 - 1908






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