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Zu guter Letzt
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Wilhelm Busch
Zu guter Letzt . 1. Auflage 1904



Man sagt, ein Schnäpschen, insofern
Es kräftig ist, hat jeder gern.
    Ganz anders denkt das Volk der Bienen,
Der Süffel ist verhasst bei ihnen,
Sein Wohlgeruch thut ihnen weh.
Sie trinken nichts wie Blüthenthee,
Und wenn wer kommt, der Schnäpse trank,
Gleich ziehen sie den Stachel blank.
    Letzthin hat einem Bienenstöckel
Der brave alte Schneider Böckel,
Der nicht mehr nüchtern in der That,
Aus Neubegierde sich genaht.
    Sofort von einem regen Leben
Sieht Meister Böckel sich umgeben.
Es dringen giftgetränkte Pfeile
In seine nackten Körpertheile,
Ja manche selbst durch die nur lose
Und leichtgewirkte Sommerhose,
Besonders, weil sie stramm gespannt.
    Zum Glück ist Böckel kriegsgewandt.
Er zieht sich kämpfend wie ein Held
Zurück in's hohe Erbsenfeld.
    Hier hat er Zeit, an vielen Stellen
Des Leibes merklich anzuschwellen,
Und als er wiederum erscheint,
Erkennt ihn kaum sein bester Freund.
    Natürlich, denn bei solchem Streit
Verliert man seine Aehnlichkeit.


  Wilhelm Busch . 1832 - 1908






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