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Zu guter Letzt
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Wilhelm Busch
Zu guter Letzt . 1. Auflage 1904



Ein gutes Thier
    Ist das Klavier,
Still, friedlich und bescheiden,
    Und muß dabei
    Doch vielerlei
Erdulden und erleiden.

    Der Virtuos
    Stürzt darauf los
Mit hochgesträubter Mähne.
    Er öffnet ihm
    Voll Ungestüm
Den Leib, gleich der Hyäne.

    Und rasend wild,
    Das Herz erfüllt
Von mörderlicher Freude,
    Durchwühlt er dann,
    Soweit er kann,
Des Opfers Eingeweide.

    Wie es da schrie,
    Das arme Vieh,
Und unter Angstgewimmer
    Bald hoch, bald tief
    Um Hülfe rief,
Vergess ich nie und nimmer.


  Wilhelm Busch . 1832 - 1908






Gedicht: Ein gutes Thier

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Ein gutes Thier, Wilhelm Busch