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Zu guter Letzt
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Wilhelm Busch
Zu guter Letzt . 1. Auflage 1904



Der Stoffel wankte frohbewegt
    Spät in der Nacht nach Haus.
Da ging, wie das zu kommen pflegt,
    Ihm seine Pfeife aus.

Wer raucht, der raucht nicht gerne kalt.
    Wie freut sich Stoffel da,
Als er ganz dicht vor sich im Wald
    Ein Kohlenfeuer sah.

Die Kohlen glühn in einem Topf.
    Der frohe Stoffel drückt
Gleich eine in den Pfeifenkopf
    Und zieht als wie verrückt.

Wohl sieht er, wie die Kohle glüht,
    Nur daß sie gar nicht brennt.
Da überläuft es sein Gemüth,
    Er flucht Potzzapperment.

Das Wort war hier nicht recht am Platz.
    Es folgt ein Donnerschlag.
Versunken ist der Zauberschatz
    Bis an den jüngsten Tag.

Die Pfeife fällt vor Schreck und Graus
    Auf einen harten Stein.
Ein Golddukaten rollt heraus
    Blitzblank im Mondenschein.

Von nun an, denkt der Stoffel schlau,
    Schweig ich am rechten Ort.
Er kehrte heim zu seiner Frau
    Und sprach kein einzig Wort.


  Wilhelm Busch . 1832 - 1908






Gedicht: Der Stoffel wankte frohbewegt

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Der Stoffel wankte frohbewegt, Wilhelm Busch