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Gottfried August Bürger
Gedichte . 1789



An die Bienen

Wollt ihr wissen, holde Bienen,
Die ihr süße Beute liebt,
Wo es mehr, als hier im Grünen,
Honigreiche Blumen gibt?
Statt die tausend auszunippen,
Die euch Florens Milde beut,
Saugt aus Amaryllis Lippen
Aller tausend Süßigkeit.

Florens schöne Kinder röthet
Nur der Frühlingssonne Licht:
Amaryllis Blumen tödtet
Auch der strenge Winter nicht.
Jener ausgeleerte Hülle
Wird nicht wieder angefüllt:
Aber nie versiegt die Fülle,
Die aus diesem Kelche quillt.

Eins, nur Eins sey euch geklaget!
Eh' ihr auf dieß Purpurroth
Eure seidnen Flügel waget,
Hört, ihr Lieben, was euch droht!
Ach, ein heißer Kuß hat neulich
Die Gefahr mir kund gemacht.
Nehmt die Flügel, warn' ich neulich,
Ja vor dieser Gluth in acht!


  Gottfried August Bürger . 1747 - 1794






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An die Bienen, Gottfried August Bürger