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Aus der Heimat und Fremde
162 Bücher



Friedrich von Bodenstedt
Aus der Heimat und Fremde . 1856/1859



V.

Die Zeit, die Deiner Schönheit Fäden spann,
Darauf entzückt sich alle Augen richten,
Wird einstmals Dir erscheinen als Tyrann,
Die holde Schöpfung unhold selbst vernichten.
Dem Sommer folgt der frost'ge Winter bald,
Umhüllt mit Schnee die Schönheit und entblättert
Die duft'ge Blume wie den grünen Wald,
Die Säfte stocken, Alles steht verwettert.
Dann, bliebe nicht des Sommers Duft zurück
Gefangen in krystall'ner Mauern Innern,
Hin wäre seiner Schönheit Lust und Glück,
Wir hätten nichts, uns ihrer zu erinnern.
    So aber lebt ihr süßes Wesen fort
    Im Winter, wenn die Hülle auch verdorrt.


  Friedrich von Bodenstedt . 1819 - 1892






Gedicht: Die Zeit, die Deiner Schönheit Fäden spann

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Die Zeit, die Deiner Schönheit Fäden spann, Friedrich von Bodenstedt