Gedichte.eu Impressum    

Gedichte, Lyrik, Poesie

Aus der Heimat und Fremde
162 Bücher



Friedrich von Bodenstedt
Aus der Heimat und Fremde . 1856/1859



Das hohe Geheimniß

Wolken tragen Wasser,
Wasser tränkt die Erde,
Früchte zeugt der Boden.
Oben Sterne zahllos,
Unten Leben zahllos,
Dunkel hier, dort helle
Sind der Schöpfung Wunder.

Und in Zweifeln alternd
Ob den hohen Räthseln,
Ein Jahrhundert immer
Rastlos folgt dem andern,
Und die Ewigkeit fragt
Jegliches Jahrhundert:
Womit schloß die Laufbahn?
Antwort giebt ein jedes:
Danach frag' die künft'gen.

Im Gebet zum Himmel
Kühn erhebt der Geist sich:
Deute mir der Schöpfung
Wundervoll Geheimniß!
Und er sendet Antwort
Neu geheimnißvolle,
Neue Schöpfungswunder,
Stürmische und stille,
Den Verstand verwirrend.

Was wird aus dem Weltall,
Wenn die Zeit erfüllt ist?...
Brenne heller, Lämpchen
Vor dem Gottesbilde!
Mich erdrückt das Denken,
Das Gebet erhebt mich!


  Friedrich von Bodenstedt . 1819 - 1892






Gedicht: Das hohe Geheimniß

Expressionisten
Dichter abc



Bodenstedt
Aus der Heimat ...

Intern
Fehler melden!
AGB

Internet
Literatur und Kultur
Autorenseiten
Internet







Partnerlinks: Internet


Gedichte.eu - copyright © 2008 - 2009, camo & pfeiffer

Das hohe Geheimniß, Friedrich von Bodenstedt