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Aus der Heimat und Fremde
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Friedrich von Bodenstedt
Aus der Heimat und Fremde . 1856/1859



"All is vanity, saith the preacher."

Ruhm, Weisheit, Liebe und Macht war mein,
    Jung war ich, gesund, voll Vertrauen,
Meine Becher schäumten von jeglichem Wein,
    Mich kos'ten die lieblichsten Frauen;
Ich sonnte mein Herz in der Schönheit Blick
    Und fühlt' es in Liebe erweichen;
Was die Erde nur beut zu der Menschen Glück,
    Mein war es ohne Gleichen.

Jetzt ruf' ich die Zahl der Tage zurück,
    Die ich sah im Genuß entschweben,
Und sinne wie viele im vorigen Glück
    Ich nochmals möchte durchleben.
Ach, im höchsten Glanz kein Tag verrann
    Wo ganzes Glück je mein war,
Keine Stunde, von der ich sagen kann,
    Daß sie frei von aller Pein war.

Ob die Schlange des Feldes gefährlich ist:
    Durch Zauber kann man sie zähmen, -
Doch die Schlange die am Herzen frißt,
    Wer kann sie von uns nehmen?
Sie hört die Stimme der Weisheit nicht,
    Keine Musik vertreibt sie,
Im Herzen, dran sie nagt und sticht,
    Im duldenden Herzen bleibt sie.


  Friedrich von Bodenstedt . 1819 - 1892






Gedicht: "All is vanity, saith the preacher."

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"All is vanity, saith the preacher.", Friedrich von Bodenstedt