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Gedichte, Lyrik, Poesie

Fahrendes Volk
162 Bücher



Arthur Fitger
Fahrendes Volk . 3. Auflage (vermutlich) 1890



X.

Ich hab' geseufzt in süßem Schmachten
Dereinst um manches schöne Kind,
Ich gaffte fast die Augen blind;
Die bösen Hexchen aber lachten.
Bei Gott, es war nicht feine,
Sie warfen Kirschensteine
In meine Zither, daß sie klirrte,
Wenn ich vor ihren Fenstern girrte.

Da thät ich mich mit Macht ermannen:
Bethörtes Herz, nun ist's genug.
So weit mein Wanderfuß mich trug,
Durch Berg und Thal zog ich von dannen.
Sie herbsteten am Rheine
Die allerbesten Weine;
Da ließ sich manches Leid versenken
In täglich fünfundzwanzig Schenken.

Und nun? Den Flügelbuben schlage
Das Wetter in den grauen Grund!
Nun seufzt nach mir der schönste Mund,
Just, da ich aller Lieb' entsage.
Vollauf nun beut er Küsse
Dem spröd'sten der Narcisse;
Das heißt: Mit Teufeln Teufel zwingen!
Und nicht 'mal Stoff ist's zum Besingen.


  Arthur Fitger . 1840 - 1909






Gedicht: Ich hab' geseufzt in süßem Schmachten

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Ich hab' geseufzt in süßem Schmachten, Arthur Fitger