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Gedichte, Lyrik, Poesie

Frohe Fracht
162 Bücher



Gustav Falke
Frohe Fracht . 1. Auflage 1907



Aus bangem Traum

Ein tiefes Ängsten trübte dein Gesicht,
Ich wollt dich wecken, aber wagt es nicht.

Bedarfst du doch des Schlafes, liebes Weib,
Für deinen müden und zermürbten Leib.

Da fuhrst mit wehem Laut du jäh empor,
O sag, wohin die Seele sich verlor. -

"Auf kaltem Lager lag, ein Bild aus Stein,
Dein toter Leib, nicht dein mehr und nicht mein.

Streng starrten deine Züge, und ich stand
Wie fremd, mit unserm Knaben an der Hand.

Zwei arme Kerzen flackerten im Raum,
Und irre war ich, obs ein Traum im Traum.

Da sprach dein Söhnchen, fest an mich geschmiegt,
Mit scheuem Mund: "Wie still der Vater liegt.

Ist er nun tot Mama?" - O, wie das traf!
Vor diesen Worten flohen Tod und Schlaf.

Komm, guter Mann, bett mich an deine Brust,
Daß ich des süßen Lebens werd bewußt."


  Gustav Falke . 1853 - 1916






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